
Wer in der Woche nach Pfingsten die alten Fördertürme, die neu gestalteten Halden und weitere Hochpunkte der Metropole Ruhr besucht, dem bietet sich über der Region ein imposantes Bild.
Vom 22. bis 30. Mai 2010 schweben bis zu 400 gelbe Ballone mit langen Fahnen wie Stecknadeln bis zu 80 Meter hoch über den ehemaligen Schächten, den Wurzeln des Ruhrgebiets. Die bunten Kunstobjekte machen die Veränderung und den Wandel der Metropole Ruhr sinnlich erfahrbar. Sie verweisen auf die Orte, an denen alles begann – dort, wo die Fördertürme standen, die mehr als hundert Jahre lang das Gesicht der Städte prägten. Die rußigen Produktions- und Arbeitsstätten der großen Zechenanlagen sind heute größtenteils verschwunden und haben Lücken hinterlassen, die auf vielfältige Art und Weise neu gefüllt werden konnten.
Die 4.000 Quadratkilometer große Kunstinstallation nach einer Idee von Volker Bandelow aus Bochum erzählt von der Kraft der Menschen, den Wandel zu gestalten und sich die industriell verformte Landschaft auf poetische Weise zurückzuerobern. „SchachtZeichen“ schafft ein verbindendes und heiteres Bild. Es ist für die Menschen im Ruhrgebiet gedacht, als gemeinsame Initiative der Städte, der Bürger und der Unternehmen in der Metropole Ruhr.
Die ehemaligen Stätten der Arbeit verwandeln sich während der Kunstaktion in kleine und große, gestaltete und wilde, allseits bekannte und noch zu entdeckende Bühnen, frei für die kreativen Ideen und Initiativen der Menschen vor Ort: Ausstellungen zur Geschichte der Zechen und Stadtteile, Fotoschauen, Gespräche und Vorträge, die die Erinnerung an die lebhafte Geschichte und die Geschichten des Ruhrgebiets wachhalten. Feste und Zusammenkünfte werden gefeiert, Institutionen, Firmen und Städte stellen sich „unterm Ballon“ vor. Es gibt Picknicks und Konzerte, Zeltlager und Sportturniere.
Eine Nacht, in der die Ballone von innen heraus leuchten, gibt Anlass zur ausgelassenen Feier oder zu einem ruhigen Abend vor romantischer Kulisse. So entsteht ein bunter Teppich von Veranstaltungen, die zum Anziehungspunkt für die Menschen in den Städten und Stadtteilen werden. Sie präsentieren nach außen, was die Metropole Ruhr ausmacht: eine Vielzahl von heterogenen und doch vernetzten Orten und Menschen, vereint durch die Vergangenheit ebenso wie durch eine gemeinsame Zukunft.
“SchachtZeichen”: 22.5. – 30.5.2010
Ca. 400 Orte in der Metropole Ruhr, täglich von morgens bis abends, Eintritt frei,
www.ruhr2010.de/schachtzeichen
Projektsponsor:
Dolezych GmbH & Co. KG und freundlicher Unterstützung der Commerzbank-Stiftung