
Seit 1998 geben Frank Schorneck und Petra Vesper aus Bochum das Literaturmagazin Macondo heraus. Im Kulturhauptstadtjahr veranstalten die Autoren das Macondo-Literaturfestival.
Im Jahr 2000 koordinierte das Paar erstmals ein Literaturfestival in Bochum, zunächst unter dem Namen „Bochumer Literaturtage“. Seit 2001 lädt es unter dem Namen Macondo-Literaturfestival bekannte und unbekannte Autoren nach Bochum ein. Renommierte Autoren wie Daniel Kehlmann, Tilman Rammstedt oder Markus Orths waren bereits vor ihren großen Erfolgen zu Gast. Auch internationale Autoren wie Raymond Federman, Etgar Keret, Kari Hotakainen oder Andrej Kurkow kamen nach Bochum.
Bekannte „Vorleser“ wie Christian Brückner, Rufus Beck, Götz Alsmann oder Jan Josef Liefers sorgten für volle Häuser. Ein besonderer Schwerpunkt lag allerdings von Beginn an auf dem literarischen Debüt: Der „Debütantenball“, zu dem jeweils drei oder vier Debütautoren des Jahres ihre Werke vorstellen, ist eine feste Institution. Zahlreiche Teilnehmer des Debütantenballs haben sich in den Folgejahren auf dem Buchmarkt etablieren können, wie z.B. Marion Poschmann, Ricarda Junge, Thomas Weiss, Mariana Leky, Florian Werner, Emma Braslavsky oder Kristof Magnusson.
Im Jahr 2010 wird das Macondo-Literaturfestival erstmals als reines Newcomerfestival stattfinden. Eine kompetente Jury entscheidet über den Macondo-Debütpreis und auch ein Publikumspreis wird vergeben. Austragungsort ist das Café Industrie im Kreativwirtschafszentrum Viktoriaquartier.