RUHR.2010 Visit Bochum

05 Zusammenleben

16.02.2010

Wege der Migration

Der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) beschäftigt sich 2010 intensiv mit dem Thema Migration und Emigration im Ruhrgebiet. Von Mai bis Oktober werden auf Zeche Hannover verschiedene Ausstellungen zu sehen sein.

Wege der Migration – Ein Rundweg durch die Geschichte der Zuwanderung in NRW

Mehr als 150 Jahre Industrialisierung haben das Ruhrgebiet geprägt. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts sind Millionen von Zuwanderern in die Region gekommen und haben die Gesellschaft, Kultur und Mentalität des Reviers geformt.

Das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover zeigt in einem kommentierten Rundweg auf dem Museumsgelände dauerhaft die wichtigsten Epochen und Ereignisse der Migrationsgeschichte in NRW mit lokalen und biografischen Vertiefungen.

Ab 2. Mai 2010 LWL-Industriemuseum Zeche Hannover

Anton Kumpel, St. Barbara und die Beatles

Die Ausstellung blickt auf die Epoche der Nachkriegszeit als Zeit der Abkehr von Helden und der Neuorientierung zurück. Sie zeigt Leitbilder, Idole und das Kulturschaffen im Ruhrgebiet nach 1945. Sie stellt die Kulturpolitik und das kulturelle Schaffen im Ruhgebiet am Beispiel des Bergbaus dar und setzt es in Bezug zu den Einflüssen der amerikanischen Popkultur und ihrer Rezeption in der Region.

Sie ist eine begleitende Schau zur Ausstellung „HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen“ im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen.

18. Juli – 10. Oktober 2010, LWL-Industriemuseum Zeche Hannover

Schwarze Jungfrauen – Ein Stück von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel.

Gastspiel des Westfälischen Landestheaters im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum im Rahmen der interkulturellen Programmwoche „Pottpüree“, einer begleitenden Veranstaltungsreihe zu MELEZ 2010, dem Festival der kulturellen Vielfalt im Ruhrgebiet.

Zwei Frauen, zwei Generationen von Migrantinnen am Scheideweg. In welche Richtung bewegen sie sich in ihren Lebensentscheidungen? Wohin treibt sie die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland?

Die Zerrissenheit zwischen den Kulturen, der permanente Terrorismusverdacht als Muslimin, das Misstrauen, die Notwendigkeit sich in der Religionszugehörigkeit immer verteidigen zu müssen führt die Frauen in den Widerstand gegen die eingeforderten Zwänge. Aber auch die veralteten Anforderungen der türkischen Elterngeneration isoliert sie immer stärker.

Das Stück zeigt die Hilflosigkeit zweier Menschen in der grausamen Wirklichkeit der kollabierenden Idee einer multikulturellen Gesellschaft. Es versteht sich als Aufforderung zur Reflektion über das menschliche Miteinander einer Gesellschaft im Wandel.

27. Oktober 2010, 20 Uhr, LWL-Industriemuseum Zeche Hannover


Ein Beitrag von www.hattingen-filme.de

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